High-Performance: Das braucht es dafür

Führung

In einer Studie bei Google fanden die Forscher heraus, dass die Effektivität eines Teams weniger davon abhängt WER im Team ist, sondern vielmehr davon, WIE das Team zusammenarbeitet.

5 Faktoren erwiesen sich für High Performance als essentiell

Dies sind (Reihenfolge mit abnehmender Bedeutung):

  1. Psychologische Sicherheit
  2. Zuverlässigkeit
  3. Struktur und Klarheit
  4. Bedeutung / Sinn (meaning)
  5. Wirkung (impact)

Psychologische Sicherheit erwies sich dabei als mit Abstand wichtigster Faktor für hocheffektive Teams!

Was bedeutet psychologische Sicherheit?

Psychologische Sicherheit bedeutet, ob und welche Konsequenzen ein Teammitglied erwartet, wenn es ein persönliches Risiko im Team eingeht, also z.B. einen Fehler zugibt, eine Idee einbringt oder eine Frage stellt.

Es geht also z.B. darum,

  • ob im Team frei heraus Fragen gestellt werden können oder ob man das Gefühl hat, dann als inkompetent wahrgenommen zu werden,
  • ob auch Fehler und schwierige Themen offen angesprochen und diskutiert werden können, ohne persönliche Angriffe befürchten zu müssen.

Wenn sich alle (psychologisch) sicher in Deinem Team fühlen, hast Du es geschafft, dass sich in alle trauen, persönliche Risiken einzugehen und sich den anderen gegenüber „verletzlich“ zu zeigen.

Bei Fragen hat keiner das Gefühl, als inkompetent wahrgenommen zu werden. Fehler und schwierige Themen oder auch Ideen – egal wie abstrus – werden offen angesprochen und diskutiert, ohne persönliche Angriffe befürchten zu müssen.

Wie kannst Du also für psychologische Sicherheit in Deinem Team sorgen?

Tipp #1

Stelle heraus, dass Ihr Euch in einer ständigen Lernsituation befindet.

Ihr bewegt Euch in einer komplexen, sich schnell verändernden Welt, in der ständig alles neu ist – für alle!

Tipp #2

Erkenne Deine eigene Fehlbarkeit an.

z.B.: „Vielleicht übersehe ich etwas, bitte sagt mir Eure Meinung dazu.“

So lädst Du auch Dein Team zu mehr Offenheit ein und gibst Sicherheit.

Tipp #3

Sein neugierig und stelle viele Fragen!

So regst Du auch andere zum Nachfragen an und kreierst einen offen Austausch im Team.

Tipp #4

Installiere ein Fehler-Log.

Dort tragen alle Mitarbeiter gemachte Fehler ein. Der Eintrag gleicht einem „Freispruch“, sodass sie sich auf wichtigere Themen konzentrieren können, anstatt über ihren Fehler endlos zu grübeln. Außerdem hilft es der Organisation zu lernen und Fehler nicht mehrfach zu begehen.

Und die anderen 4 Faktoren?

Zuverlässigkeit

Die Teammitglieder wissen, dass sie sich aufeinander verlassen können und jeder seine Aufgaben qualitativ hochwertig erledigt.

Struktur und Klarheit

Jeder kennt das gemeinsames Ziel. Rollen und Vorgehensweisen sind für alle klar.

Bedeutung

Was Ihr als Team tut und jeder Einzelne, ist für jedes Teammitglied von persönlicher Bedeutung.

Wirkung

Für Dein Team ist klar: Unsere Arbeit ist wichtig und trägt zum Erfolg bei oder leistet einen Beitrag für das größere Ganze!

Weitere Infos

Interessant hierzu ist auch der TED Talk von Amy Edmonson, der Wissenschaftlerin, die das Konzept der „psychologischen Sicherheit“ als erste benannt hat.

Mehr zu Google-Studie und den anderen 4 Faktoren findest Du HIER.

Welche Ideen hast Du noch dazu?

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